Schwedeneck hat seine Hausaufgaben gemacht

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fotolia 50563768© BeTa-Artworksfotolia 50563768© BeTa-ArtworksDie am 17.12.2014 in den Kieler Nachrichten veröffentlichte Darstellung zu den Ergebnissen der Sitzung des Schulverbandes Küste Dänischer Wohld, gemäß derer die Gemeindevertretung der Gemeinde Schwedeneck im Hinblick auf die Beschlussfassung zur Schulsozialarbeit ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat, bedarf aus Sicht aller in der Gemeinde vertretenen Fraktionen einer Klarstellung.

Hervorgerufen durch eine Situation, in welcher der Schulverband keine Deckung durch die Gemeinde Schwedeneck für die finanziell langfristigen Konsequenzen einer Entfristung des Arbeitsvertrages der Schulsozialarbeiterin sieht, wirft man der Gemeinde Schwedeneck nun die ausbleibende Deckungsübernahme vor. Die aktuell beschäftige Schulsozialarbeiterin ist über den Schulverband angestellt. Vor dem Hintergrund der äußerst angespannten Haushaltssituation der Gemeinde Schwedeneck und der Tatsache, dass die Mittel für die Schulsozialarbeit vorerst nur für das Jahr 2015 durch das Land gesichert sind, haben die Schwedenecker Ausschussmitglieder und die Gemeindevertreter durchaus verantwortungsvoll gehandelt, lediglich eine Sozialarbeit zu befürworten, solange die Finanzierung gesichert ist. Auch wenn die jetzige Schulsozialarbeiterin aufgrund ihrer arbeitsrechtlichen Situation eine solche mittelfristige Lösung nicht erfüllen kann, so wird der Schulverband die Sozialarbeit nach Überzeugung der Schwedenecker Gemeindevertretung weiterhin befristet an den Schulen in Dänischenhagen und Surendorf bereitstellen können. Der Sozialausschuss von Schwedeneck hat diesen Sachverhalt in einer nichtöffentlichen Sitzung vor der Beschlussfassung intensiv beraten. Dort wurde festgestellt, dass für Schwedeneck die Bereitstellung von längerfristig bindenden finanziellen Mitteln für eine Entfristung nicht zu verantworten sei. Es wurde weiterhin festgestellt, dass die Sozialarbeit von Kräften fortgeführt werden kann, deren  Beschäftigung nur für die Dauer einer gesicherten Finanzierung befristet sind. Dies wurde auch in der Schwedenecker Gemeindevertretung intensiv diskutiert und von den Gemeindevertretern mit großer Mehrheit beschlossen. 

 

Auch wenn die Gemeinde Dänischenhagen für sich diese finanziellen Zwänge nicht sieht, so ist die Entscheidung der Gemeinde Schwedeneck ein wohl überlegtes Ergebnis „unserer Hausaufgaben“, welches der Schulverband trotz unterschiedlicher Haltungen der Gemeinden durchaus umsetzen kann. Wenn die Grundschule in Dänischenhagen an der jetzigen Kraft festhalten möchte, so steht ihr dieses im Rahmen ihrer Möglichkeiten sicher frei. Der Schulverband hat aber zu akzeptieren, dass die Gemeinde Schwedeneck zwar weiterhin einen oder eine Sozialarbeiter / in an der Grundschule in Surendorf befürwortet, hierbei jedoch kein finanzielles Risiko eingehen kann.                                                                                                      

Das lässt sich nur durch eine verlässliche Zusage des Landes Schleswig Holstein zur langfristigen Deckung der Kosten für die Schulsozialarbeit heilen.

Das laut Bericht der KN vom 18.12.2014 bei einzelnen Beteiligten erst ab einer Kostensumme von 9500 € Verständnis für die prekäre Lage der Gemeinde vorhanden ist, kann man durchaus als interessante Sichtweise betrachten. Aus Sicht der Gemeindevertreter der Gemeinde Schwedeneck und der Ausschussmitglieder sind 9500 € für den angespannten Haushalt eine erhebliche Größenordnung und haben daher in diesem Fall das Wohl der Gemeinde verantwortungsvoll abgewogen. So musste Schwedeneck in den vergangenen Jahren zwei- und dreistellige Zuschüsse zu -insbesondere sozialen- Projekten streichen, um ein wenig Handlungsfähigkeit zu bewahren.Mit den 9500 €, die Schwedeneck im Falle einer ausbleibenden Deckung durch das Land eben nicht weiterhin für eine entfristete Planstelle aus eigenen Kräften aufbringen müsste, kann die Gemeinde dann andere dringendeAufgaben erledigen.

Die Gemeinde Schwedeneck hat also durchaus auch in Sachen der Schulsozialarbeit ihre Hausaufgaben, die eben auch in der Verantwortung für den Gemeindehaushalt und damit für die Steuergelder der Bürger besteht, gemacht. In Schwedeneck wurde erst ausgiebig diskutiert und anschließend wurde abgestimmt, zum Wohle der Gemeinde!